Preistransparenzplattform
Fernwärme

Nachhaltig handeln, transparent darlegen.

Fernwärme Preisübersicht

Stand Mai 2024

Was ist die Preistransparenz-Plattform?

Die Preistransparenzplattform bietet eine netzindividuelle Übersicht der Fernwärmepreise mit Stand April 2024. Um eine Einordnung der Preise zu ermöglichen, werden drei Standardabnahmefälle (Mehrfamilienhaus, kleiner Industriebetrieb, Einfamilienhaus) genutzt.

Umfang und Darstellung orientieren sich an den gesetzlichen Vorgaben der Fernwärme- oder Fernkälte-Verbrauchserfassungs- und -Abrechnungsverordnung (FFVAV) und der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Fernwärme (AVBFernwärmeV). Zusätzlich zu den Preisen werden weitere wichtige Informationen zu den Wärmenetzen dargestellt.

Im Herbst wird es eine weiterentwickelte Version geben.

Was bringt mir die Preistransparenzplattform und wie nutze ich Sie?

Die Plattform stellt neben einer reinen Preisübersicht zusätzliche Informationen über preisbestimmende Faktoren sowie über die Fernwärme als Wettbewerber im Wärmemarkt zur Verfügung. Um ein besseres Verständnis für die Fernwärmpreise zu bekommen, empfehlen wir zunächst die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu lesen.

Zudem weisen wir daraufhin, dass es sich bei den ausgewiesenen Preisen um Mischpreise für typisierte Abnahmefälle handelt: Es werden die Preise für ein Einfamilienhaus (15 kW, 27.000 kWh), ein Mehrfamilienhaus (160 kW, 288.000 kWh, bei 30 Wohneinheiten) sowie für einen kleinen Industriebetrieb (600 kW, 1,08 Mio. kWh) mit Preisstand April 2024 dargestellt.

Ein Vergleich der eigenen Heizkostenabrechnung mit den dargestellten Preisen und Werten bietet damit lediglich einen Anhaltspunkt, zumal die eigene Heizkostenabrechnung von einer Vielfalt von anderen Faktoren (Verbrauchsverhalten, Verteilerschlüssel, Lage der Wohnung usw.) beeinflusst wird, die nichts mit dem Fernwärmepreis an sich und einem Standard-Abnahmefall („Max Mustermann der Fernwärme“) zu tun haben.

Auch passen die Versorger ihre Preise zu unterschiedlichen Zeitpunkten an und bieten im unterschiedlichen Umfang ergänzende Dienstleistungen an (z.B. Betrieb der Hausübergabestation, bestimmte Mess-Methoden). Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass sich die Preise auf der eigenen Heizkostenabrechnung von denen des Versorgers allein schon durch diesen Umstand deutlich unterscheiden. Für genauere Infor-mationen wenden Sie sich daher bitte stets an Ihren Vermieter oder Wärmeversorger.

Dennoch gibt die Transparenzplattform Aufschluss über die große Vielfalt der Wärmenetze, sei es in Hinblick auf eingesetzte Energieträger, Netzgrößen, Lieferumfang des Versorgers oder auch bei den Preisanpassungszyklen. Darin wird ersichtlich, dass jedes Wärmenetz eine starke Individualität aufweist – ganz im Gegensatz zur Strom- und Gaslieferung.
Für ein besseres Verständnis der Begriffe in Bezug auf Fernwärme schauen Sie gern in unser Glossar.

Wie setzen sich Fernwärmepreise zusammen?

Die Fernwärmepreise setzen sich aus verschiedenen Preiskomponenten zusammen. Diese sind in der Regel Grund- bzw. Leistungs-, Arbeits- und Emissionspreis. Der Fernwärmeversorger investiert in die Wärmeerzeugung und das Wärmenetz sowie in die Wartung und Instandhaltung. Investitionen und Aufwendungen werden durch den Grundpreis gedeckt (verbrauchsunabhängige Preiskomponente).

Darüber hinaus werden bspw. Energieträger für die Wärmeerzeugung benötigt, die das Unternehmen auf den Energiemärkten beschaffen muss. Diese Kosten sind im Arbeitspreis als verbrauchsbezogene Preiskomponente enthalten. Sobald fossile Energieträger für die Wärmeerzeugung eingesetzt werden, entstehen auch CO2-Kosten (Emissionspreis). Weitere Infos

Erläuterungen zu einigen Begriffen bei Mouseover im Tabellenkopf.

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